Embedded Computing ist für zukunftsweisendes Verkehrskonzept in modernen urbanen Umgebungen ein Schlüsselthema

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit lebt ein Großteil der Weltbevölkerung in Städten. Analysten gehen davon aus, dass bis 2050 zwei Drittel der Erdbewohner in urbanen Zentren leben werden. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und die Städte auf der ganzen Welt zu einem lebenswerten Ort zu machen, sind neue Entwicklungen erforderlich. Die Menschen werden Wohnungen, Nahrungsmittel und Gesundheitsdienste sowie Wasser, Energie und sanitäre Einrichtungen benötigen. Die Menschen müssen sich in ihrer Heimatstadt flexibel bewegen können, damit sie ihre Arbeitsstelle oder die Schule erreichen oder andere Aktivitäten wie Sport und Kultur genießen zu können. Um Verkehrskollaps zu vermeiden, bedarf es neuer Verkehrs- und Transportformen.

 

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sind für eine moderne Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Ressourcen- und Klimaschutz, unverzichtbar. Der Trend zur Urbanisierung ist eine Herausforderung für die Städte weltweit, bietet aber auch viele Chancen für die Zukunft. Zukunftsorientierte Verkehrskonzepte müssen - für Menschen und Güter aller Art - eine Vielzahl funktionierender, innovativer und nachhaltiger Transportsystemen integrieren, die für eine moderne Gesellschaft notwendig sind. Städte auf der ganzen Welt müssen ihre Verkehrssysteme optimieren und klimafreundliche und gesündere Umgebungen entwickeln, um die Lebensqualität ihrer Einwohner zu verbessern.

 

Städtischer Verkehr ist auch ökonomisch interessant

 

Im Februar 2017 veröffentlichte der European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC) seine Studie "Integrated Urban Mobility Roadmap", die einige wichtige Leitlinien für künftige Mobilitätsprojekte enthält. Laut ERTRAC werden diese Projekte zahlreiche komplexe Probleme lösen müssen, einschließlich Staus, Umweltverschmutzung, Zugang und Verkehrsüberlastung. Für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der EU ist und bleibt der Verkehr ist ein Schlüsselfaktor, denn in diesem Sektor sind bereits heute rund 9 Millionen Menschen beschäftigt sind. ERTRACs Analysen zeigen, dass 68% der EU-Bürger in städtischen Gebieten leben und in diesem Umfeld findet auch ein hoher Anteil der Wirtschaftstätigkeit statt. Daher können Probleme mit der städtischen Verkehrsinfrastruktur schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für jede Gesellschaft haben. ERTRAC stellt fest, dass die Verkehrsüberlastung in der EU häufig in und um städtische Gebiete herum auftritt und jedes Jahr fast 100 Milliarden Euro kostet. Außerdem sind städtische Gebiete nicht nur besonders stark von Verkehrsüberlastung, sondern auch von erhöhter Luft- und Lärmbelastung betroffen.

Obwohl die meisten Europäer noch immer täglich mit dem Auto unterwegs sind, unterstützen die meisten Einwohner alternative Formen des städtischen Nahverkehrs. Zu den am häufigsten gewünschten Fördermaßnahmen zählen bessere öffentliche Verkehrsmittel und verbesserte Geh- und Radwege. Aber die Öffentlichkeit will auch Beschränkungen für die Nutzung bestimmter Fahrzeuge, wie Lastkraftwagen. Anreize für Carsharing und Mitfahrgelegenheiten erfreuen sich zudem immer größerer Beliebtheit.

 

Elektroautos sind Teil moderner Verkehrskonzepte

 

Auf der 67. IAA in Frankfurt wurden in diesem Jahr auch einige Lösungen für moderne Verkehrsmöglichkeiten mit Zukunftspotenzial vorgestellt. Den Besuchern der Internationalen Automobilausstellung wurde, nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), ein breites Spektrum an Innovationen rund um die Mobilität gezeigt. Das reichte von der Digitalisierung und Elektromobilität bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten in den Städten. Die Digitalisierung und insbesondere die Elektromobilität waren ein Schwerpunktthema. „Allein die deutschen Hersteller haben mit über 150 elektrischen Modellen eine Offensive für emissionsfreie und klimaneutrale Autos in den kommenden Jahren gestartet ", unterstrich der VDA.

Bestandteil der Frankfurter Messe war auch die New Mobility World (NMW), ein zusätzliches Format, das die die IAA in diesem Jahr Akteuren aus der Mobilitätswelt anbot. Anbieter aus allen Branchen, die neue Lösungen, Technologien oder Produkte für die Mobilität von morgen und übermorgen entwickeln, kamen hier zusammen, um ihre Konzepte für den modernen Verkehr zu präsentieren. Insgesamt 7.000 Besucher besuchten die NMW-Konferenzen, was die Bedeutung des Themas verdeutlicht.

 

Erfahrung und Qualität stehen im Mittelpunkt

 

Moderne Verkehrskonzepte wie z. B. das autonome Fahren, benötigen zuverlässige Komponenten, aber auch Erfahrung und das Wissen für die Bedürfnisse des Marktes. Dieser technische und wirtschaftliche Hintergrund ist für alle Arten von Fahrzeugen - vom PKW, über Busse und Bahnen, bis hin zu Straßenbahnen - zwingend erforderlich. Kontron ist ein langjähriger Akteur auf diesem Markt und verfügt über große Erfahrung in verschiedenen Märkten, wie beispielsweise dem weltweiten Transportwesen. Alle „Commercial Off the Shelf“ (COTS) und „Custom Products“ sind standardbasiert und decken eine Vielzahl der Anforderungen ab, die entstehen, wenn OEMs Verkehrslösungen entwickeln, die den speziellen Anforderungen ihrer Kunden entsprechen. Alle Kontron-Lösungen bieten OEMs aus der ganzen Welt ein breites Spektrum an globalen und lokalen Anwendungen im Schienen-, Straßen- und Schiffsverkehr.

Als ein weltweit führender Anbieter für Embedded Computing-Technologie (ECT) liefert Kontron eine breite Produktpalette an standardbasierten Transportcomputern und kundenspezifischen Plattformen für den Bahn-, Straßen- und Schiffsverkehr. Ein Beispiel für die Kompetenz im Transportsegment ist das breite Spektrum moderner, vernetzter Anwendungen, die sich leicht an individuelle Anforderungen anpassen lassen. Sie laufen auf der TRACe Produktfamilie, die nach EN50155 zertifizierte ist. Der Einsatz dieser Produktfamilie ermöglicht es OEM-Kunden, in Bereichen wie Flottenmanagement, Zugsteuerungssysteme oder Fahrgastinformationssysteme sowie Entertainment und Infotainment lösungsfertige Plattformen für den Transport einzusetzen.

 

Kontron hat bereits weit über 100.000 kundenspezifische und COTS Embedded Computer für On-Board-Anwendungen und andere Verkehrslösungen geliefert. Dazu gehört die Fahrzeugdiagnose ebenso, wie Asset Tracking, Videoanalyse, Flottenmanagement oder Verkehrssteuerungs- und Überwachungssysteme. Kontrons profundes Wissen um lokale und internationale Standards und Anforderungen vereinfacht die Anwendungsentwicklung und gewährleistet validierte Lösungen. Entwicklung, Engineering, Zertifizierung und Fertigung aus einer Hand garantieren höchste Qualität und stellen sicher, dass Standards wie ISO9001, EN50155, SIL-Dokumentationssupport etc. strikt eingehalten werden. Regelmäßige Audit-Prüfungen sichern die Qualität aller Teile.

 

Mobilität ist ein System

 

Im Februar 2017 sprach Gebhard Wulfhorst, Professor für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung an der Technischen Universität München (TUM), auf der Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Boston über urbane Mobilitätskonzepte der Zukunft. „München, Singapur, Boston - drei sehr unterschiedliche Städte auf drei Kontinenten, jede mit einer eigenen "urbanen Identität", sagte er, "Dennoch stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen in Bezug auf Umweltauswirkungen, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Bevölkerungswachstum und Verkehrschaos." Wie er, verstehen die meisten Wissenschaftler Mobilität als ein System, das gegenwärtig große Veränderungen erfährt - lokal und global. Immer mehr Mobilitätsdienste wie Bike-Sharing werden angeboten und in einigen Jahren könnten autonome Autos auf der Straße dominieren. Bis 2017 lebt bereits die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, 2050 sollen zwei Drittel der Menschheit in Ballungsräumen leben ", so der Professor. "Wie werden die neuen technischen Möglichkeiten die Städte und uns verändern?"

Kommunen, Unternehmen und Hochschulen aus ganz Europa arbeiten derzeit gemeinsam daran, Wege zu finden, wie die Stadt der Zukunft mobil und lebenswert zugleich sein kann. Die Erforschung neuer Technologien und innovativer politischer Maßnahmen kann nach Ansicht des Wissenschaftlers die aktuellen Herausforderungen auch als Ausgangspunkt für konstruktive, den lokalen Gegebenheiten angepasste Veränderungen nutzen. In der Studie „What Cities Want" von 2013, verglichen Forscher 15 Metropolen weltweit. Der Austausch von Experten aus den verschiedenen Ländern untereinander machte deutlich, dass die Wirkmechanismen, trotz aller Unterschiede, prinzipiell überall auf vergleichbaren Prinzipien basieren - sowohl in London als auch in São Paulo. Die wichtigste Voraussetzung: Politik, Öffentlichkeit und nicht zuletzt Wirtschaft müssen zusammenarbeiten.

 

Was sind Ihre Erfahrungen? Wo sehen Sie das größte Potenzial für die weitere Entwicklung von Smart Cities?

Weitere technische Details zu Verkehr und Smart Cities finden Sie auch im Blog-Artikel von Valentin Scintele:

https://www.kontron.com/blog/mobility/connected-trains

 

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