Autonome Züge sind die Lösung für die Zukunft 

 

Mobilität ist eines der wichtigsten Themen und als Triebkraft für Wachstum und Erschließung in modernen Großstädten von wesentlicher Bedeutung. Lösungen für eine intelligent geführte Stadt müssen Technologie, Kommunikation und Verkehr miteinander verbinden. Das ermöglicht den Menschen, leicht und bequem von zuhause an ihre Arbeitsplätze zu gelangen. Neue Optionen für die Fortbewegung innerhalb der Städte sind unerlässlich, da die Kapazität der Infrastruktur des öffentlichen Personenverkehrs weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Doch auch der Reiseverkehr zwischen den Städten muss sich ändern. Dadurch wird eine Verminderung des Autoverkehrs auf den Straßen sichergestellt, was auch zu einer Verminderung der Luftverschmutzung führt. Klug organisierte Mobilität ist eine der Grundvoraussetzungen für klug organisierte Städte im Allgemeinen und für klug organisierten Verkehr im Besonderen.

 

Selbst fahrende Elektroautos sind anscheinend eine bevorzugte Lösung in einer modernen Gesellschaft. Es sieht ganz so aus, als wären die Automobilhersteller geradezu erpicht darauf, in diese Technologie einzusteigen. Dabei bleibt jedoch die Frage offen, wie der öffentliche Personenverkehr da hineinpasst? Für die UITP (International Association of Public Transport) zeigt ein Bericht vom Januar dieses Jahres Möglichkeiten auf, die derartige Veränderungen in der urbanen Mobilität für Verkehrsgesellschaften bieten. Außerdem könnte man darüber nachdenken, wie die Bahnverkehrsbranche von den rapiden und so einigen durcheinander wirbelnden Fortschritten in den Technologien rund um das fahrerlose Auto einen eigenen Nutzen ziehen kann.

 

Fahrerlos bedeutet nicht autonom

Fahrerlose Züge sind bereits in zahlreichen Städten rund um den Globus im Einsatz. Autonome Züge sind der nächste Schritt, wie Valentin Scinteie, Transportation Business Development Manager bei Kontron, darlegt. Valentin arbeitet seit über 20 Jahren in den Bereichen Transit-ITS (Intelligent Transportation Systems), Bahnverkehrssicherheit und -kommunikationswesen sowie Fahrzeug-ECT (Embedded Computing Technologies), und er ist mit sämtlichen Themen des modernen Verkehrs- und Transportwesens vertraut, das mit Datentechnik betrieben wird. Als Experte hat er das Aufkommen zweier High-Tech-Bereiche festgestellt: Als erstes – und das ist vielleicht die traditionellere Definition – werden On-Board-Gateways und das Internet of Things (IoT) zur Datenerhebung eingesetzt. Diese Informationen werden sodann sicher an einen zentralen Ort transferiert, von wo aus die Daten analysiert und umgesetzt werden können.

Die Analyse kann z.B. dabei helfen, die Betriebsleistung zu verbessern, prädiktive Wartungsmaßnahmen weiter zu entwickeln, die Ortungsgenauigkeit zu erhöhen und das Informationsangebot für die Fahrgäste zu verbessern. Kontrons Produktlinie TRACeTM ist mit eingebauter IoT-Konnektivität ausgestattet, um die größte Reichweite von modernen, verbundenen Rolling-Stock-Anwendungen abzudecken. Die EN50155-zertifizierten Computerprofile können problemlos den Kundenwünschen angepasst werden. Sie sind eigens dafür vorgesehen, die Anforderungen an Videoüberwachung, Fahrgast-Infotainment/-unterhaltung, Onboard-WiFi, die Zug-Boden-Kommunikation, das Fleet Management sowie an sicherheitsrelevante Plattformen zu erfüllen.

 

Starke Lösungen für autonome Züge

Kontron plant allerdings schon die Zukunft des Verkehrs, und zwar auf der Grundlage ihrer High Performance Embedded Computing (HPEC) Plattform, die vom Markt für autonome Fahrzeuge (AV) mit erstaunlicher Geschwindigkeit vorangetrieben wird. Das Unternehmen bietet äußerst leistungsstarke Bordcomputer an, die keine großräumigen Zentralserver benötigen, sondern direkt mit Leitstellen verbunden werden können. Damit können die Züge die gleiche Plattform wie das AV nutzen und eigenständig Entscheidungen treffen, indem sie Sensoren, 3D-Karten und Echtzeitdaten verwenden.

Die Entwicklung der AV-Technologie im Schienenverkehr ist bereits auf Bahnlinien in der ganzen Welt in Planung. Diese Züge werden die bei AV-Autos verwendeten Konzepte ebenso wie potenziell die aufkommenden SDN-(Software Defined Networks) und NVF-(Network Function Virtualization) Telecomtechnologien adaptieren. Kontron beschreibt diese Erscheinungen als “software defined trains (SDT)” und “train function virtualization (TFV)”, die in der Lage sind, lediglich eine einzige HPEC-Plattform mit eingebauter Redundanz zu nutzen, und die von der Infrastruktur völlig unabhängig sind. Bei einer Kombination mit IoT-fähigen Gateways und Fog/Cloud-Verarbeitung werden diese Technologien auch neue Geschäftsmodelle wie z.B. TaaS (Transportation as a Service) ermöglichen.

 

Dank der Experten bei Kontron hat eine derartige Entwicklung zahlreiche Vorteile zu bieten:

  • Reduzierung der Gesamtbetriebskosten für Zugbetreiber
  • Geringerer Investitionsbedarf durch Eliminierung eines Großteils der kostspieligen Trackside-Infrastruktur
  • Durch sinkende Kosten für technische Ausstattung wie z.B. Sensoren bieten sich mehr erreichbare Möglichkeiten.

 

Sicherheit ist der Schlüssel zum Erfolg

Sicherheit ist ein wichtiges Thema für Lösungen, die sich an den Markt für autonome Züge wenden. Kontron richtet sein Hauptaugenmerk darauf und arbeitet bei der Entwicklung neuer Mechanismen in diesem Bereich eng mit ausgewählten Partnern zusammen. Kontron Security Solution ist eine kombinierte Hardware- und Software-Lösung, die ein eingebettetes Hardware-Sicherheitsmodul bei allen Kontron-Produkten und ein Software-Framework beinhaltet, um vollständigen Schutz für Anwendungen zu bieten.

Kontron Approtect ist eine holistische, hardwarebasierte Sicherheitslösung, die den Kunden die Möglichkeit bietet, Sicherheitsanforderungen auf Anwendungsebene geltend zu machen. Diese kosteneffektive und erprobte schlüsselfertige Lösung ist in jedes Kontron-Design integriert. Die Kunden können alte Systeme ganz einfach upgraden oder ein vorhandenes Kontron-System verwenden. Ebenso können sie diese Lösung ihren spezifischen Bedürfnissen anpassen. Die Approtect-Features umfassen: Kopierschutz, IP-Schutz sowie Schutz vor Reverse Engineering und Manipulation.

 

Wie die UITP in ihrer Untersuchung zu den Auswirkungen von AVs auf das Verkehrsnetz vermerkt, bietet das Wachstum des autonomen Zuges großartige Möglichkeiten. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Fahrgäste diese hochmoderne Technologie nur dann akzeptieren werden, wenn sie von deren Sicherheit hundertprozentig überzeugt sind. 

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