Die Embedded Cloud: Warum sich die Embedded-Welt bald schneller dreht

Daten, Daten, und noch mal Daten – in der Industrie 4.0 entstehen täglich extrem große Mengen davon, sogar solche, die bis vor Kurzem noch gar nicht gab. Aber was bringen diese Datenmengen, wenn ein Unternehmen sie nicht für sich zu nutzen weiß? Und von welchen Daten spreche ich überhaupt und was heißt ‚für sich nutzen‘? Und welche Rolle spielt dabei die Embedded Cloud?

Keine Smart Factory ohne Embedded Cloud

Beim Industrie-4.0-Konzept geht es ja ganz grundsätzlich darum, Produkt- und Produktionsdaten zu verknüpfen und mit Beziehungswissen zu nutzen. Unternehmen stellt das vor die Herausforderung, Daten aus sehr unterschiedlichen Firmenbereichen, wie z.B. aus CAD- oder Product-Lifecycle-Management-(PLM)-Systemen, Teileinformationsdatenbanken, aus dem Enterprise Ressource Planning (ERP), der Shopfloor-Welt oder der Fertigungsstraße zusammenzuführen und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. An die dafür zuständigen IT-Systeme werden hohe Echtzeit- und Sicherheitsanforderungen gestellt. So ist eine Auslagerung der Datenverarbeitung in eine externe Private oder gar Public Cloud meist nicht praktikabel und/oder aus sicherheitsrelevanten Erwägungen nicht erwünscht. Denn was passiert, wenn Fertigungsdaten, Absatzprognosen oder Bauteileinformationen in die falschen Hände geraten? Hier kommt die Embedded Cloud ins Spiel. Die an der Fertigung beteiligten, auf dem Firmengelände – On-Premise – verbliebenen Systeme werden in einem privaten Verbund, der sogenannten Embedded Cloud, zusammengeschlossen. In ihr werden die Anwendungen der betrieblichen IT (Informationstechnologie) und der OT (Operational Technology/Fertigungsumfeld) zusammengeführt. Die Embedded Cloud bildet somit die Basis für die Smart Factory und schafft eine Schnittstelle an der alle wichtigen Informationen aus dem Produktionsprozess in Echtzeit zusammenlaufen und aufbereitet werden.

Embedded Cloud: Und wer macht jetzt was?

Das hört sich doch alles sehr gut an, oder? Die Krux an der Sache ist jedoch: im Unterschied zu allgemeinen IT-Clouds, bei denen einzelne Provider ihre Dienstleistungen gerne als Einzelanbieter zur Verfügung stellen,  benötigt die Embedded Cloud die Zusammenarbeit und -führung von Kompetenzen mehrerer Spezialisten. Dies sind zum einen dies Anbieter aus der klassischen IT, zum anderen Anbieter der Automatisierungstechnik. Für OEM oder Endkunden heißt das in der Praxis, dass sie es mit vielen Partnern zu tun bekommen: Mit dem Einen diskutieren sie über die Industrial Server, mit dem Anderen über die Echtzeitübertragung der Produktionsdaten in die Embedded Cloud. Wieder ein anderer ist für die Steuerungsrechner der Maschinen zuständig. Sie merken schon, für den Kunden gestaltet sich der Weg zu einer Rundum-Lösung enorm aufwendig…

Oder gibt es die eierlegende Wollmilchsau?

Ja, die gibt es! Im Verbund mit der S&T Gruppe decken wir das komplette Produkt- und Anforderungsspektrum der Embedded Cloud ab. Von den Embedded-Rechnersystemen des Fertigungsumfeldes mit Edge- und Fog-Computersystemen bis zu den Cloud-Servern vernetzt mit offenen Ethernet-basierten Feldbussen oder zukünftigen Standards wie TSN bieten wir alle Smart Factory-Komponenten aus einer Hand und können als ‚Partner für alles‘ zudem eventuelle Verständnis- und Kompetenzbarrieren zwischen den IT- und OT-Verantwortlichen abbauen. Und nicht nur das: Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen kommen wir nun auf rund 2300 Ingenieure weltweit. Für die Hardware-Entwicklung bedeutet das zukünftig noch mehr Innovationen im Bereich der Embedded-Module, Boards und Systeme. Auf der Software-Seite gibt es zusätzliche Embedded Software und Middleware, beispielsweise für Security, Connectivity, Maintenance und Analytics.

Spüren Sie den Wind? Das ist die Embedded Welt, die sich von jetzt an ein bisschen schneller dreht! Denn klar ist: die Embedded Cloud ist ein wichtiger Meilenstein bei der weltweiten Etablierung des Industrie 4.0-Konzepts. Und wir mischen kräftig mit…

Herzlichen Dank!

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