Kontron geht gestärkt aus Fusion mit S&T hervor 

Das Internet of Things (IoT) ist mittlerweile eine feste Größe in Wettbewerbsstrategien, sowohl für embedded Platforms als auch IT-Lösungen. Die jüngste Fusion von Kontron, einem der weltweit führenden Anbieter von Embedded-Technologie, mit der S&T Deutschland Holding AG (S&T) könnte entscheidend für das Unternehmen sein, um sich auf dem Markt zu behaupten. Kontron entwirft und fertigt Embedded Boards und Systeme, die eine enorme Bandbreite abdecken. Das Unternehmen ist einer der Vorreiter auf dem computer-on-modules-Markt und war auch 2016 weltweit führender Anbieter. Trotzdem waren die letzten Jahre problematisch für Kontron. Das Unternehmen hatte sich im Jahr 2013 umstrukturiert, um Ertragsverluste zu kompensieren, die in erster Linie durch schrumpfende Verteidigungsbudgets der Regierung, das Auslaufen von langfristigen Transportverträgen und schwache Volkswirtschaften im EMEA verursacht wurden. Die Fusion mit S&T erweitert Kontrons Kompetenzen um Bereiche, die dazu beitragen werden, neue Aufträge zu sichern.

Kontron profitiert von der Fusion in mehrfacher Hinsicht. Zum Beispiel haben beide Unternehmen eine ähnliche Kundenbasis für IoT-Anwendungen. Dies ermöglicht eine einfachere Integration in die Wertschöpfungskette für S&T Software. S&T hatte zuvor sogar einige Geschäftseinheiten von Kontron selbst gekauft, was jetzt eine noch reibungslosere Integration von Produkten und Unternehmenskultur ermöglicht. S&T bringt auch umfangreiche IT-seitige Expertise und Kompetenz für Cloud Computing und -Analytics mit , die für Kontron - wie auch jeden anderen Anbieter von embedded technology- entscheidend sein werden, um leistungsstarke Lösungen für die Industrie 4.0 zu entwickeln. Der Großaktionär von S&T, Foxconn Technology, ist ebenso geeignet, die Hardware-Engineering- und Produktionskapazitäten von Kontron, zusätzlich zur Tochtergesellschaft Ennoconn, zu steigern. Es gibt so auch erweiterte Möglichkeiten für einige der neuesten Produkte von Kontron, einige Lücken in S&Ts- Portfolio zu füllen. Hierzu zählen z.B. die FlatClient und FlatView Industrial Grade Panel PCs und Monitore. Die Kombination von Kontron, S&T und Foxconn / Ennoconn hat das Potenzial, kostengünstiges Engineering neuer Connected-Lösungen zu ermöglichen und sich im IoT-Bereich zu positionieren.

 

Auch wenn diese Aussichten äußerst vielversprechend sind, ist die Integration von mehreren großen Organisationen nie einfach und schnell zu bewerkstelligen. Es gibt durchaus auch Risiken, die mit der Fusion verbunden sind. Da ist zum einen der noch ungeklärte Umfang der Kooperation mit Foxconn, zum anderen darf Kontron sich nicht verzetteln, bei dem Versuch, die traditionellen Embedded Anwendungen und standardization groups (sowie die Angleichung an die Ziele von S&T) und die Abhängigkeit von der osteuropäischen Wirtschaft in Einklang zu bringen. Die Situation hatte Kontron aber gezwungen, drastische Schritte zu unternehmen, nachdem sich vor einigen Jahren die Reorganisation für weiteres Umsatzwachstum als wirkungslos erwiesen hatte.

 

Mit S&T ist Kontron in der Lage, die Konvergenz von IT- und OT-Welten in einer Vielzahl von industriellen Umgebungen mit Gesamtlösungen besser zu bewältigen. Dies wird auch für ihre OEM- und System-Kunden zunehmend wichtiger. Und mit Kontron verfügt S&T nun über das industrielle Know-how, um IT-Server-Funktionalität auf die Bahn zu bringen. So könnte sich diese Fusion bald als der Funke erweisen, den Kontron brauchte, um die geschäftlichen Perspektiven neu zu beleben und so die führende Stellung in verschiedenen Embedded Hardware-Märkten zu sichern.

 

Erfahren Sie mehr im 2017 IoT & Embedded Technology Research Outline

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