Die Standardization Group for Embedded Technologies (SGET) kommt

Die Standardization Group for Embedded  Technologies (SGET) kommt

Neues Embedded Konsortium für Standardisierungsaufgaben

München/Nürnberg – 28. Februar 2012 – Auf der Embedded World wurde heute die Gründung der Standardization Group for Embedded Technologies (kurz 'SGET') bekanntgegeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die führenden Embedded-Computer-Hersteller Advantech, congatec, Data Modul, Kontron, MSC und SECO sowie die Fachverlage WEKA Fachmedien und Vogel Business Media.

Die in Gründung befindliche SGET, die Anfang März zur konstituierenden Sitzung zusammenkommt, wird sich in der Entwicklung und Pflege weltweit gültiger Embedded-Computing-Spezifikationen engagieren, um die marktgerechte Standardisierungen der Embedded-Technologien voranzutreiben.
Mit der SGET wird ein global agierendes, herstellerunabhängiges Konsortium geschaffen, das in der Lage ist, auf den beschleunigten technologischen Fortschritt und veränderte Marktanforderungen schnell und flexibel zu reagieren. Die Gründungsmitglieder gehen davon aus, dass sich binnen Jahresfrist weltweit über hundert Firmen und Organisationen der Gruppe angeschlossen haben werden, da ein großer Bedarf nach besserer Marktausrichtung und schneller Umsetzung in Spezifikationen besteht. Weitere Firmen und Institutionen, die sich mit dem Thema Embedded Computing beschäftigen, sind deshalb eingeladen, der neuen Standardization Group for Embedded Technologies beizutreten. Hierzu zählen insbesondere Embedded-Computer-Hersteller auf Board- und Systemlevel, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Embedded Systemintegratoren, OEM Solution Provider und industrielle Anwender.

"Das Ziel der Gründungsmitglieder der Standardization Group for Embedded Technologies ist es, einen weltweit schlagkräftigen neuen Träger für Embedded-Computer-Spezifikationen zu schaffen, der deutlich schneller und unbürokratischer agiert als vergleichbare Organisationen. Hierzu bietet die SGET unter anderem vereinfachte Regeln und verkürzte Einspruchsfristen, um neue Spezifikationen schneller verabschieden zu können", erklärt Dirk Finstel, Kontron, einen wesentlichen Grund für die Gründung eines neuen Konsortiums.

"Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts im Embedded Markt ist es erforderlich, dass auch konkurrierende Unternehmen zusammenarbeiten. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Ein schnell agierendes Gremium ermöglicht es uns, gemeinsam sofort auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren zu können. Aus diesem Grund begrüßen wir die Gründung des neuen Konsortiums ausdrücklich", stellt Christian Eder, congatec, fest.

"Durch unterschiedliche Herstellerinteressen auf Bauelemente-Ebene werden die Standardisierungsarbeiten für Module verlangsamt. Aus diesem Grund freuen wir uns, dass das neue Board- und Modul-Hersteller-Konsortium Regeln geschaffen hat, die mehr Raum für Innovationen bieten und die die Interessen von Anwendern in den Vordergrund stellen", erklärt Wolfgang Eisenbarth, MSC.

"Wir erwarten von der neuen Standardization Group for Embedded Technologies wesentliche Anstöße im Bereich der SFF Prozessoren, denn sowohl bei Computer-on-Modules wie auch bei Motherboards und SBCs, wie z.B. 3,5 Zoll, oder bei den IO-Baugruppen für Embedded Systeme gibt es weiteren Standardisierungsbedarf. Es fehlte aber bisher an einem schlagkräftigen Konsortium, das sich diesen Bemühungen nachhaltig und mit hoher Effizienz annimmt", erklärt Carsten Rebmann, Advantech.

"Die neuen Prozessortechnologien für Tablet-PCs und mobile Anwendungen in der Consumer Elektronik haben auch auf den Embedded Markt eine hohe Auswirkung. Es ist folglich sehr wichtig, dass wir hier von Anfang an mit vereinten Kräften an gemeinsamen Spezifikationen arbeiten, die schnellstmöglich weltweite Gültigkeit erlangen", konkretisiert Gianluca Venere, SECO, das für ihn aktuell wichtigste Handlungsfeld.

"Es ist aber auch so, dass wir abseits der Formfaktoren auch über die Standardisierung von individuellen Interfaces nachdenken müssen, die beispielsweise über IP-Stacks implementiert werden. Ich erwarte, dass die SGET hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Schließlich bedarf auch dieses Thema einer Standardisierung", benennt Markus Mahl, Data Modul, ein weiteres potenzielles Handlungsfeld der neuen Standardization Group for Embedded Technologies.

Erste Workforces für die Computer-on-Modules installiert
Erste Arbeitsgruppen wird die Standardization Group for Embedded Technologies, die nach deutschem Recht als eingetragener Verein gegründet wird, rund um die Computer-on-Modules Spezifikationen Qseven und eine dedizierte ARM Modul Spezifikation bilden. Weitere Gruppen sind zur Entwicklung von Spezifikationen jederzeit bei der SGET willkommen.
Mehr Informationen unter www.sget.org

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